Denker der 2. Generation

Richard Thurnwald

Geboren am 18. September 1869, gestorben am 19. Jänner 1954.

Leben

(* 18. September 1869 in Wien; † 19. Januar 1954 in Berlin); Richard Thurnwald war ein österreichischer Ethhnologe. Er studierte nach dem Militärdienst Rechtswissenschaften, Nationalökonomie und orientalische Sprachen. Als Schüler Carl Mengers übernahm er von jenem v. a., das Bestreben, die benutzten Begriffe stets exakt zu definieren und immer alles zu sagen, was zur Sache gehört. Zudem lernte Thurnwald, immer die kausalen Zusammenhänge zu untersuchen. Nach der Promotion zum Dr. jur. 1895 nahm Thurnwald zunächst verschiedene Beamtentätigkeiten auf. 1901 begann er eine Tätigkeit im Museum für Völkerkunde in Berlin, betrieb ethnologische Studien und unternahm Forschungsreisen. Nach einer zweijährigen Tätigkeit in Berkeley habilitierte sich Thurnwald 1917 an der Universität Halle und begann 1924 eine Lehrtätigkeit in Berlin. Nach dem Zweiten Weltkrieg war er Professor an der Humboldt-Universität und später an der Freien Universität Berlin. Thurnwald gründete das Institut für Soziologie und Ethnologie in Berlin. Er gilt als erster Vertreter der Ethnosoziologie und Gründer der Rechtsethnologie in Deutschland.

Der österreichische Ethnologe Richard Thurnwald. Portrait. Um 1930. Photographie.
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